Hey Moonies!

Vom 6. bis 8. April lud die Animuc 2018 zahlreiche Anime- und Mangafans nach Fürstenfeldbruck – und SailorMoonGerman zur Teatime am Stand! Frei nach der japanischen Tradition wurde in der Tenne des Veranstaltungsforum Fürstenfelds von Mitgliedern im Mikokostüm und „Sailor Moon“-Charaktern und SMG-Membern in Yukata kostenlos Tee gereicht.

So verfolgte das Team von SailorMoonGerman am Freitag neben ihren eigenen ersten Besuch im gemütlichen Schreinzimmer von Rei Hino auch den Ansturm auf den Bring & Buy Stand, der dieses Jahr geradezu überlaufen wurde – trotz Voranmeldemöglichkeit. Die Massen an Artikeln sprengten die Tische, wurden aber auch nach der verspäteten Verkaufseröffnung – ausgelöst durch den Andrang – schnell wieder in neue Hände gegeben. Ein voller Erfolg also. Wenn man nicht gerade einer der armen Conhelfer dort war. Diese verloren ihre gute Stimmung aber nicht.

Weiter Plätze zwischen den Balken des schönen alten Gemäuers säumten verschiedene Veranstalter, wie zum Beispiel der Animexx e.V. selbst, Kaizoku – DIE Party in München für alle Japanfans – und der DeDeCo e.V. Aber auch der Stand von Bisafans.de war immer gut besucht. Kein Wunder: Gehört „PokeMuc“ doch quasi schon zur Con und die Pokéstops und die Arena vor Ort waren stets hart umkämpft.

War man außerhalb der Tenne, also auf der Wiese im Innenhof unterwegs, war es zwar noch etwas windig und im Schatten nicht unbedingt warm, aber die Sonne hielt durch und schenkte sicher einigen Cosplayern schöne Fotos. Immerhin schienen es an diesem Freitag mehr als im Jahr zuvor zu sein. Ob das auch an Pokémon Go lag? Das SailorMoonGerman Team ließ auch ihre kleine Sailor Moon German durch den Garten streifen und mit beeindruckenden Cosplayern Freundschaft schließen. Fotos hierzu könnt ihr schon bald in unserer Galerie finden. Danke dafür! Sie hatte viel Spaß dabei.

Angelina Paustian sorgte mit ihrem Stand schräg gegenüber das ganze Wochenende über und ganz besonders am Freitagnachmittag bei ihrem Anfängerkurs für „Bento“ dafür, dass den Besucher Wasser im Mund zusammen lief, neben den niedlichen Kochaccessoires und ihren neuen Teekreationen natürlich.

An Künstlern traf man berühmte Ehrengäste, wie Krenz Cushart, der auch einen Workshop über die Beziehung zwischen Grund- und Lichtfarbe zum Zeichnen gab. Auf derselben Etage wie der SMG-Stand befanden sich auch Shikari, die Black Lady zusammen mit Mistress 9 illustrierte, sowie Standnachbarin Sukai, die verschiedene Princesses aus „Sailor Moon“ in Szene setzte.

Freitagabend stieg der beliebte Cosplayball. Dieses Mal gab es noch mehr Grund zur Feiern: zehn Jahre Animuc! Auch SailorMoonGerman gratuliert!

Am Samstagnachmittag gaben die Ehrengäste Kassel4nia Girls ihren Workshop zum Thema „Teamplay“. Die beiden Cosplayerinnen kennt ihr vielleicht aus der Titelgeschichte unseres vierten Magazins, denn eines ihrer Cosplays während des WCS war die Kombination Jupiter und Venus! Im Seminarraum 5 referierten sie über ihre langjährigen Erfahrungen mit Cosplaywettbewerben.

Auch Ninotaku besuchte uns für einen Tee!

Fast zeitgleich gaben Flying Sushi Theatre im Stadtsaal mit „Diebesg’schichten und Heiratssachen“ ihr „InuYasha“-Stück zum Besten. Passend zur Neuauflage, die Kazé plant. Kai Taschner, der erneut dabei sein wird, meinte dazu im Q&A Panel: „Kleine Gnome mit labiler Persönlichkeit machen Spaß!“

Denn es gab ja wieder Ehrengäste aus dem Bereich „Synchronsprechen“! Im Seminarraum 1 standen besagter Kai Taschner (Jadeite und Falkenauge aus „Sailor Moon“ und in „Sailor Moon Crystal“ Pharao 90), Shandra Schadt (Sailor Saturn aus „Sailor Moon Crystal“, unter anderem Prinzessin Kakyuu aus „Sailor Moon“) und Felix Mayer (Umino aus „Sailor Moon Crystal“ sowie der neue Ash aus „Pokémon“) Rede und Antwort. So sprachen sie darüber, wie sie zum Synchronsprechen kamen und warum Kai den dunklen Raum des Synchronsprechens mag, hatten viel zu lachen und verbreiteten eine hervorragende Stimmung.

Felix hatte seine Schwester im Schlepptau und outete sie öffentlich als die, für die er in seiner Kindheit viele Fußballspiele absagen musste, weil er ihr immer nach der Schule „Sailor Moon“ aufnehmen musste. Als man ihn dann für „Sailor Moon Crystal“ anfragte, lag ihm natürlich der Gedanke nah, dass er Mamoru werden würde! „Und dann war es … Umino.“ Auf speziellen Wunsch von Connie Combrinck (Sailor Venus / Dialogregie „Sailor Moon Crystal“) wurde sein Umino aber viel listiger als in den Neunzigern, wie er grinsend erzählte.

 

„Ich persönlich finde Anime richtig, richtig geil!“

Shandra Schadt

 

Während Felix mit Animes aufwuchs und für ihn daher ein Traum in Erfüllung ging, als er seine erste Sprechrolle in einem erhielt, faszinieren Shandra speziell Haare und Make-Up der Charaktere. Ansonsten mag sie Horrorfilme gerne und spricht am liebsten Frauenfiguren mit viel Power, wie ihre Rolle in „Hellsing“. „Ich fand es klasse, dass [Hotaru] sich so gemausert hat.“ Stolz hielt sie mehrfach ihre Postkarte mit Saturnmotiv in die Höhe.

Und was ist das schönste Kompliment für einen Synchronsprecher? Kai: „Bist du nicht der Professor aus ‚Bioshock’? Dich habe ich öfter umgebracht als alle anderen!“

„Guten Abend!“, kam Azumi Inoue am Samstagabend dann auf die Bühne des Stadtsaals. Die Sängerin, deren Durchbruch ein Song für „Das Schloss im Himmel“ war, stand mit verschiedensten Songs des Studio Ghibli auf der Bühne – sie begann mit „Mein Nachbar Totoro“ und endete auch damit. Die Sängerin mit der wandelbaren Stimme zeigte sich erstaunt darüber, wie viele Anwesende zum Beispiel „Prinzessin Mononoke“ gesehen hatten. Ihre Interpretation der Musik daraus lud zum Träumen ein. Den wenige Tage zurückliegenden Verlust von Studio-Ghibli-Koryphäe Isao Takahata, der „Carrying You“ für „Das Schloss im Himmel“ komponierte, bedauerte sie sehr.

Mit dabei hatte sie ihre Tochter Yuyu. Yuyu ist 12, hat ihr Debüt aber bereits hinter sich und zwei CDs auf dem jungen Buckel. Gemeinsam sangen die Inoues Songs zum Beispiel aus „Ponyo“ mit passender, niedlicher Choreografie. Seit drei Jahren lernt Yuyu die E-Gitarre und so gab sie einen selbstkomponierten Solosong zum Besten. Dieser war sehr rockig und gefiel auf Anhieb. Da sie ein großer „Sailor Moon“-Fan ist, wie sie auch bei der anschließenden Autogrammstunde beteuerte, sang sie zusammen mit ihrer Mutter „Moonlight Densetsu“, das ebenfalls sehr gut ankam. Auch, wenn laut Azumi das Publikum sehr ruhig erschien – was sie nervös machte, wie sie über die Dolmetscherin auf der Bühne bekanntgab -, so wurde „Countryroads“, aus „Stimme des Herzens“, ebenso fleißig mitgeklatscht.

 

Für den Sonntag veranstaltete SailorMoonGerman ein Panel von Fans, für Fans. Dominik Auer, zweiter deutscher Synchronsprecher von Tuxedo Mask und Regisseur bei der deutschen „Sailor Moon Crystal“-Umsetzung, gab sich als Überraschungsgast die Ehre und plauderte über neue Projekte, wie die Fortsetzung von „InuYasha“ und wie wichtig ihm die Nähe zu den Fans sei. Anschließend genoss auch er die Con und das schöne Wetter, das am Sonntag viele warme Sonnenstunden bereithielt.

Wer sich allerdings nicht in die heiße Sonne wagte – Cosplayer müssen ja schon auf ihren Teint achten – der konnte weiterhin unsere Rei zu einem Tee besuchen. Sie freute sich alle drei Tage über die vielen lieben Besucher zum Plaudern und dankt allen für die Fotos und die guten Wünsche. Auch hierzu solltet ihr demnächst in unserer Galerie vorbeischauen. Wer nach den vergangenen Contagen eine Sitzpause- ohne Tee brauchte, fand die im Gamesroom oder bei Trading Cards Game. Auch für die Möglichkeit zum Karaoke war wie immer gesorgt.

Übrigens: Am Stand von SailorMoonGerman konntet ihr verschiedene Ausgaben des Magazins erstehen. Bald erscheint die fünfte Ausgabe – sichert euch diese im Shop! Wir freuen uns sehr über die Premiere unseres Shinto-Schreins und planen, im ganzen Jahr mit interaktiven Standkonzepten überraschen zu können. Unser nächster Stop ist die Hanami!

Viele Impressionen von der Animuc 2018 haben wir in unserer Bilder-Galerie online gestellt.

Bericht: Yui & heartaches / Fotos: Bluenoir & Ricardo